LITERATUR-SERIE: Bachmannwettbewerbsteilnehmerprosa

Kultur | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

Längst ist der Bachmann-Wettbewerb keine Institution zur Entdeckung von Jungautoren mehr. Die meisten der Teilnehmer haben ihre Bücher schon bei (meist recht potenten) Verlagen untergebracht. Oft erscheinen die entsprechenden Werke, aus denen vorgelesen wird, dann nur wenige Wochen oder Monate nach diesem - günstigstenfalls mit Aufkleber oder Schleife, die auf einen gewonnenen Preis verweist. Dergleichen zeitigt mitunter skurrile Folgen: So erging 1998 an die Redaktionen ein gebundenes Leseexemplar von John von Düffels "Vom Wasser", bei dem ein ganzes Kapitel durch unbedruckte Seiten ersetzt worden war: Jenes nämlich, das von Düffel beim Wettbewerb las (die vorgetragenen Texte müssen unveröffentlicht sein).

  Der Falter gibt in einer Serie einen Überblick über die erstaunlich zahlreich in diesem Herbst erschienenen Bücher von (preisgekrönten und unbedankten) Autoren, die in den letzten Jahren am Bachmannwettbewerb teilgenommen haben. Bisher erschienen: "Best of Bachmann?" (Nr. 46, S. 68) und "Pilze, Pflaumen, Zigaretten" (Nr. 47, S. 70). Die Serie wird fortgesetzt.


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