Räudiges Rössl

WOLFGANG KRALICEK | Kultur | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

OPERETTE. Der Wiener Regisseur Kurt Palm macht wieder die Provinz unsicher: In Graz inszenierte er den Klassiker "Im Weißen Rössl". 

Das erfolgreichste Stück Musiktheater aller Zeiten ist nicht die "Zauberflöte" und nicht "Aida", nicht die "Dreigroschenoper" und nicht "Das Phantom der Oper", sondern das Singspiel "Im Weißen Rössl am Wolfgangsee" von Hans Müller und Ralph Benatzky. Allein im deutschen Sprachraum wurde das Stück seit 1945 fast tausendmal inszeniert, die Attraktivität der Operette ist bis heute ungebrochen.

  Vater des Welterfolgs ist der Regisseur und Produzent Erik Charell, der das "Weiße Rössl" im Stil eines Musical-Impresarios von heute konzipierte und vermarktete. Die Uraufführung 1930 in Berlin war eine Materialschlacht von bis dahin ungekannten Ausmaßen: Die Front des Großen Schauspielhauses wurde in die Fassade des Hotels "Zum Weißen Rössl" verwandelt, auf der von Hunderten Statisten bevölkerten Bühne gab es aufblasbare Bäume und natürlich einen

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