Stadtrand: Grund: Reinigung

Stadtleben | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

"Wir haben schon geschlossen!" Dieser Satz schallt üblicherweise nur Nachtschwärmern entgegen, die wahrscheinlich schon zu betrunken sind, als dass sie ein gästeleeres Lokal, so genanntes "Putzlicht", Sessel auf Tischen und geschafftes Personal beim Chill-out-Getränk nicht als Zeichen der absoluten Sperrstunde erkennen können. "Sperrstund is", und ein verdienter Feierabend sei den Service-Menschen auch gegönnt. Und Sonderwünsche wie einen Espresso nach Kaffeemaschinenputz sind ohnehin einfach nur frech. Doch wenn ich um 23 Uhr eine McDonald's-Filiale besuche, die offiziell erst um 24 Uhr schließt, dann möchte ich nicht nur irgendwelche warm gehaltenen Irgendwas-Macs (Was geschah eigentlich mit dem Veggie-Burger?) und aufgeweichte Pommes Frites haben, sondern vielleicht auch einen Milkshake dazu. Denn genau so funktioniert nämlich die Schnellesserei: immer und gleich! Milkshakes gabs aber nicht. Nicht mehr. Nicht um 23 Uhr! Wo kämen wir denn da hin? "Wir machen gerade Grundreinigung", lautete die Entschuldigung für das eingeschränkte Speise- und Getränkeangebot zu später Stunde. Cola gäbe es schließlich noch. Wann sperrt auch auf der Mariahilfer Straße endlich ein Burger King auf, ein Fast-Fütterer, der immer für mich da ist und wo auch grundlos gereinigt wird? C. W.


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