DOLM DER WOCHE: H. Scheibner

Politik | aus FALTER 49/01 vom 05.12.2001

Zu Oppositionszeiten, da ist die FPÖ noch fleißig über den Proporz-Funk hergezogen. Nun, als Regierungspartei, sägt sie eifrig an den Stühlen allzu linker ORF-Redakteure und -Sendungsmacher. Herbert Scheibner hat sich nun etwas ganz Besonderes ausgedacht, um seine Messages endlich ordentlich und eins zu eins über den Bildschirm zu bringen: Der Verteidigungsminister hat einen Antrag bei der Medienregulierungsbehörde KommAustria gestellt, um einen eigenen TV-Sender zu bekommen. Fünf Stunden Stahlhelm-TV täglich möchte der FPÖ-Minister gern senden. Mit "einschlägigen" Diskussionen, Talkshows und Dokumentationen. Von Scheibners Sendungskonzept könnte sich ja sogar Fidel Castro noch einiges abschauen. Was wird da bloß kommen? Vielleicht ein paar blutige Dokus über den Kärntner Abwehrkampf? Oder endlich Echtzeit-Übertragungen, wie unsere Soldaten an der Grenze brav Flüchtlinge aufgreifen?


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