SPIELPLAN

Kultur | PETRA RATHMANNER | aus FALTER 49/01 vom 05.12.2001

Was ist Ihre erste Assoziation zu einem Stück mit dem Titel "Full Frontal Nudity", auf Deutsch: volle frontale Nacktheit? Genau. Das bekommen Sie zu sehen. Während Sie noch im winzigen Theater Spielraum Platz nehmen, steht direkt vor Ihnen, mitten auf der leeren Bühne, ein nackter junger Mann, die Hände wie ein Fußballer vorm Geschlecht gefaltet. Wer jetzt mit dem Schlimmsten rechnet, wird enttäuscht werden. Der Schauspieler und Autor Holger Schober (Theater Kinetis) hat in der Regie von Christian Eigner einen durchaus vergnüglichen 70-minütigen Monolog erarbeitet.

  Es geht um unglückliche Liebe und verpasste Liebeschancen - was bei diesem Mann bedauerlicherweise wirklich abendfüllend ist. Das ganze Ach und Weh vergeblicher Liebesbemühungen breitet er völlig ohne Zynismus, aber mit einer ordentlichen Portion Selbstironie vor einem aus: Von Petra ("Ich war 13. Schüchtern. Fett. Und verliebt") bis Silke ("Ich habe nie wieder angerufen") ist es ihm bei jeder Frau geglückt,


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