QUINTON-CDs: Wohngemeinschaftsgroove rules okay!

Kultur | aus FALTER 49/01 vom 05.12.2001

Einen gewissen Spaßfaktor und Musik der eher druckvollen Art versprechen die Produzenten des neuen österreichischen Labels Quinton (siehe Artikel oben). Exemplarisch wird das auf "A Centenary Journey" geleistet, auf dem sich das Vienna Art Orchestra durch das Jahrhundert des Jazz (1900-2000) spielt und historische Stilrichtungen dem eigenen Idiom anverwandelt. Das ist alles sehr gekonnt und fetzig arrangiert, und die Solisten sind ausgezeichnet. Man wünschte nur, ein so klasser Klarinettist wie Klaus Dickbauer müsste sich nicht durch ein so doofes Weltmusik-Potpourri spielen müssen, und wie die Fusion von Techno und Jazz auf keinen Fall funktioniert, weist "Off Beat Berlin on the Beat" erschreckend schlüssig nach.

  Um einiges charmanter als dieses virtuose Muskelspiel in historischen Kostümen ist das Album "Mauve", auf dem der aus Moskau stammende Hornist Arkady Shilkloper gemeinsam mit dem Bassisten Georg Breinschmid und dem Gitarristen Alegre Corrêa eine ebenso melodie- wie

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