WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 50/01 vom 12.12.2001

WAS WAR: Geld für Gedenkdienerinnen

Wie die Zivildiener konnten auch junge Frauen ein freiwilliges Jahr bei NS-Gedenkstätten im Ausland ableisten, nur bisher bekamen sie dafür nichts bezahlt. Dem zuständigen Verein "Gedenkdienst" ist es nun gelungen, Förderungen für weibliche Freiwillige aufzustellen: Das Engagement an Holocaust-Gedenkstätten wird vom European Voluntary Service der EU mit ein paar Tausendern pro Monat unterstützt. Wie ihre männlichen Kollegen kommen die derzeit zwei Gedenkdienerinnen in Frankfurt und Berlin aber mit dem Geld nur schwer über die Runden: Für ihren Aufenthalt müssen auch sie in ihre eigenen Taschen greifen.

WAS KOMMT: Neuer Job für Busek

Erhard Busek, der ehemalige Unterrichtsminister, ehemalige Wiener ÖVP-Obmann und momentane EU-Erweiterungsbeauftragte der Regierung, hat ab dem nächsten Jahr eine neue Aufgabe: Busek wurde von den EU-Außenministern zum Sonder-Koodinator des Balkan-Stabilitätspaktes ernannt. Begründet wurde diese Entscheidung mit Buseks besonderer Osteuropa- und Balkanerfahrung. Sein Vorgänger in dieser Funktion, der deutsche Bodo Hombach, wechselt in die Privatwirtschaft.

WAS FEHLT: EU-Sicherheitsstandards für AKWs

Beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am 14. und 15. Dezember in Laeken soll erstmals über EU-weit gültige Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke diskutiert werden. Dass Kanzler Wolfgang Schüssel mit seinem Versuch, die übrigen EU-Staaten von der Notwendigkeit einheitlicher Standards zu überzeugen, erfolgreich sein wird, ist nicht wahrscheinlich. Bislang hat sich neben dem belgischen Ministerpräsident und derzeitigen EU-Ratsvorsitzenden Guy Verhofstadt zwar auch Kommissionspräsident Romano Prodi für die Einführung gemeinsamer Normen ausgesprochen. Die Atom-Riesen Großbritannien, Frankreich und Finnland wollen allerdings nach wie vor nicht aus der Atomenergie aussteigen.


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