KUH & MENSCH: Wie gefährlich sind Milch und Fleisch?

Politik | NINA HORACEK | aus FALTER 50/01 vom 12.12.2001

Die "Bovine Spongiforme Enzephalopathie" (BSE) oder Rinderwahnsinn wurde 1986 erstmals von englischen Veterinärmedizinern identifiziert. Als Erreger von BSE gilt heute ein verdrehtes körpereigenes Protein namens Prion. Im Laufe der Erkrankung sammeln sich verdrehte Prionen an und zerstören das Gehirn. Lange Zeit ging man davon aus, dass BSE von Schafen, die von der so genannten "Traberkrankheit" (Scrapie) befallen waren und zu Tiermehl verarbeitet wurden, auf Rinder übertragen wurde. Eine weitere Theorie besagt, dass eine Kuh, die infolge einer genetischen Mutation spontan BSE bekam, als Tiermehl an ihre Artgenossen verfüttert wurde und dadurch weitere Kühe infizierte. Mittlerweile liegen Hinweise dafür vor, dass BSE vom infizierten Muttertier auf das Kalb weitergegeben werden kann. Obwohl der endgültige Beweis fehlt, gehen Wissenschaftler anhand zahlreicher Verdachtsmomente davon aus, dass die Rinderkrankheit BSE auf den Menschen übertragbar ist und eine neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit

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