"Ein Spiel mit dem Feuer"

Politik | JULIA ORTNER | aus FALTER 50/01 vom 12.12.2001

INTERVIEW. Wie bekämpft man Rassismus? Wie rassistisch ist die Polizei? Und welche Rolle kann die Exekutive im Kampf gegen Diskriminierung übernehmen? Cyriel Triesscheijn, Chef des Rotterdamer Antidiskriminierungsbüros Radar, leistet seit Jahren Pionierarbeit im Kampf gegen Rassismus. 

In den Niederlanden gibt es Oberbürgermeister, die Chauffeurinnen mit Kopftuch einstellen. Eine tolerante Integrationspolitik, die den Zuwanderer nicht nur als Problemfall ansieht. Ein strenges Antidiskriminierungsgesetz, das Ausländer vor Rassismus schützen soll. Und Antidiskriminierungsbüros, die täglich gegen Rassismus im Alltag kämpfen. Das älteste von ihnen ist Radar in Rotterdam. Seit 1983 leistet Radar-Chef Cyriel Triesscheijn gemeinsam mit seinem elfköpfigen Team Pionierarbeit im Kampf gegen Diskriminierung. Der 46-jährige internationale Rassismus-Experte setzt dabei auf Dialog - nur zehn Prozent der angezeigten Fälle landen vor Gericht. Radar arbeitet seit 1994 auch in einem Projekt


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