"Doppelt bestraft"

Medien | NINA HORACZEK | aus FALTER 50/01 vom 12.12.2001

IRAN. Die iranische Journalistin Katayoun Khakinejad über die Schwierigkeiten in ihrem Land für Frauen im Allgemeinen und Journalistinnen im Besonderen. 

Katayoun Khakinejad ist vor 16 Monaten mit ihrem Ehemann und ihrem kleinen Sohn aus dem Iran nach Österreich geflüchtet. Sie hat sieben Jahre bei verschiedenen Zeitungen gearbeitet und war zuletzt Chefredakteurin der Zeitung Hamschari (dt. Der Bürger). "Wenn mein Mann und ich in der Früh aufgewacht sind, wussten wir nicht, ob wir uns am Abend wiedersehen werden", sagt die 29-jährige Journalistin auf die Frage, weshalb sie ihr Land verlassen habe. Ihre Sorge war nicht unbegründet: Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat den Iran erst kürzlich wieder als "Gefängnis für Journalisten" bezeichnet.

Falter: Frau Khakinejad, was darf man als Journalistin im Iran schreiben?

Katayoun Khakinejad: In der Verfassung steht, dass jeder Journalist über alles schreiben darf - solange dadurch nicht der Islam gefährdet wird. Durch dieses Gesetz


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