FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 50/01 vom 12.12.2001

Nichts ist schöner, als peinlichen Menschen beim Peinlichsein zuzusehen. Die RTL-Doku "Geplatzte Träume" etwa erzählt von Pseudo-Promis, die das TV gemacht hat. Da sieht man sie dann, die Ariane Sommers dieser Welt: Bestürzend blonde Tussis, die es leider nicht zur NTV-Moderatorin geschafft haben. Aber auch als Party-Luder lebt es sich gut: Viel Kohle fürs Nichtskönnen, im rosa Bikini öffentlich in Mouse au Chocolat baden oder sich von verkoksten begüterten Lustmolchen befummeln lassen - Ariane hat echt was aus sich gemacht. Immer noch besser als Manu, die Zicke aus "Big Brother 1". Die Blondine mit dem verhärmten Charme und dem schönen Nachnamen Schick kellnert noch immer, statt wie Ex-TV-Knast-Kollege Sladdi Millionen verdient zu haben. Menschlich berührend auch das Los vom kleingewachsenen unhübschen Sachsen-Heiko, bekannt als Porno-Paule, der nach einer Amateur-Pornodarstellerkarriere jetzt gerne Pop-Star werden will. Den traurigsten Sturz vom TV-Olymp in die Gosse der Bedeutungslosigkeit haben sie allerdings nicht gezeigt: Wie Didi aus "Taxi Orange" sein Leben mit Führungen durch den Kutscherhof fristen muss.


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