SPIELPLAN

Kultur | PETRA RATHMANNER | aus FALTER 50/01 vom 12.12.2001

Ein ungeschriebenes Gesetz besagt, dass weihnachtliche Stücke nichts zum Lachen sind. Sogar David Sedaris, der seit seinem Bestseller "Nackt" als überaus witziger Autor gilt, hält sich irgendwie daran. Im kosmos frauen.raum bringt Margot Hruby zwei seiner Erzählungen aus "Frohe Weihnacht ... allen Bekannten und Verwandten" als Monologe auf die Bühne. Im ersten Teil tritt sie als bemitleidenswerter Weihnachtszwerg in einem amerikanischen Weihnachtswunderland auf. Ganze Familienbanden mit Horden von Kindern strömen durch eine künstliche Weihnachtswelt, die wie ein Albtraum von Disneyland wirkt, und pflanzen sich auf den Schoß vom Weihnachtsmann. Dementsprechend gruselige Episoden im kleinfamiliären Format schnappt der Weihnachtszwerg bei seiner Animationsarbeit auf, die er uns brühwarm weitererzählt. Im zweiten Teil spielt Hruby eine biedere amerikanische Hausfrau, die beim Vanillekipferlbacken aus ihrem Leben plaudert. Beiläufig enthüllt sie dabei eine ganz grauenhafte Familiengeschichte


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