Happiness Is a Warm Gun

GERHARD STÖGER | Kultur | aus FALTER 50/01 vom 12.12.2001

MUSIK. Die Songwriterin und Pianistin Tori Amos nistet sich auf ihrer CD "Strange Little Girls" in den Köpfen von Männern ein. Demnächst auch live in Wien.  

Coverversionen sind so alt wie die Popmusik selbst, und seit jeher stellen sie eine ambivalente Angelegenheit dar: Als reine Imitation wirken Neuaufnahmen nur allzu häufig wie ein künstlerisch uninspirierter Abklatsch; als formell freie Interpretationen führen sie aber gar nicht selten zu erfreulichen Ergebnissen. Tori Amos lieferte dafür vor knapp zehn Jahren schon einmal ein eindrucksvolles Beispiel, als unter ihren Händen Nirvanas Grunge-Hymne "Smells Like Teen Spirit" zur sanften, lediglich von Pianoklängen begleiteten Ballade mutierte.

  Mit "Strange Little Girls" legte die 38-Jährige nun ein gesamtes Album voll Coverversionen vor, das sich neben seiner ansprechend undogmatischen Herangehensweise an die Originale auch durch ein interessantes konzeptionelles Beiwerk auszeichnet. Amos wählte ausnahmslos Stücke, in

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