Rimini statt Swimmingpool

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 50/01 vom 12.12.2001

MUSIK. Der Wiener Gitarrist Andy Manndorff entdeckt die Wonnen der Sologitarre jenseits eitler Griffbrettakrobatik. 

Schlagzeuger gelten im Jazz als die Musiker mit dem größten Ego, haben aber - wie schon der große Saxophonist Lester Young wusste - das Handicap, dass sie lange zum Einpacken ihres Geräts brauchen, weswegen dann die schärfsten Mädels nach dem Konzert immer schon von den anderen Kollegen abgeschleppt worden sind. Gitarristen haben den Vorteil, dass ihr Instrument relativ leicht zu transportieren ist - von dessen erotischer Konnotation einmal ganz abgesehen. Und genau darin liegt auch das große Problem: Nimmt der Gitarrist das mit der Liebe zum Instrument zu wörtlich, kann die entsprechende Gitarrenmasturbatorik ganz furchtbar nerven. Nun kann selbst das so genannte noodling (zu Deutsch: herumnudeln) unterschiedlichster Qualität sein. Frank Zappa etwa gilt als einer der größten Nudler aller Zeiten, und über ihn lässt der Wiener Gitarrist Andy Manndorff auch nichts


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