Sideorders: Altes und Neues

Stadtleben | aus FALTER 50/01 vom 12.12.2001

Die Schleifmühlgasse hat es geschafft, zu einer eigenen Kategorie zu werden: Nirgendwo sonst in Wien passiert gleichzeitig so viel Neues neben Beisln, die schon seit den Achtzigerjahren existieren. Außerdem befindet sich hier mit dem "Jeroboam" Wiens bestes Champagnergeschäft, mit dem "Bobby's" Wiens sortiertester Anglo-Supplier und mit der "Kaffeerösterei Alt Wien" einer der besten Kaffeeläden der Stadt.

Amacord, 4., Rechte Wienzeile 15, Tel. 587 47 09, tägl. 10-2 Uhr.

Zufluchtsstätte für jene, denen der Naschmarkt längst viel zu hip ist. Hier wird das Wesen des Bohemiens noch gebührlich gepflegt. Das Essen ist preiswert und zuverlässig, die Feste sind eine feine Sache.

Café Anzengruber, 4., Schleifmühlg. 19, Tel. 587 82 97, Mo-Sa 11-2 Uhr.

Noch mehr die Zufluchtsstätte der oben Genannten. Vorherrschende Farbe: braun. Vorherrschender Geruch: Rauch. Vorherrschender Zustand: immer recht voll. Hat sich seinen Charme bewahrt.

Freihaus, 4., Schleifmühlg. 7, Tel. 587 16 65, tägl. 11-2 Uhr.

Einst Kulminationspunkt der Schleifmühl-Szene, viel studentischer, literarischer, vegetarischer als andere Lokalszenen Wiens.

PoS Deli, 4., Schleifmühlg./Margaretenstr., Tel. 966 98 91, tägl. 10-24 Uhr.

Größtes und coolstes Lokal der neuen Schleifmühl-Generation. Entstand aus dem Kunstprojekt "Point of Sale", wurde dann zu einem schicken Deli mit Weinbar, mittlerweile hält man sich da etwas zurück. Feine Bagels.

Flieger, 4., Schleifmühlg. 19, Tel. 586 73 09, Mo-Fr 17-1, Sa, So 19-2 Uhr.

Relikt aus der Zeit, als sich Nena noch nicht die Achseln rasierte, heute wird allerdings andere Musik gespielt. Musik-Bar mit Flugzeug am Plafond.


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