Zwischenlösung

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 50/01 vom 12.12.2001

FLUGHAFEN. In Schwechat warten Asylwerber unter tristen Bedingungen auf ihre Einreise. Jetzt wollen Wiener Architekturstudenten den "Sondertransitbereich" zumindest aufmöbeln. 

Sie warten manchmal tage-, oft wochenlang. Mitten im tristen Niemandsland zwischen Passkontrolle und Gates. Wer versucht, ohne gültige Papiere in Schwechat einzureisen, sitzt hier erst einmal im Transitbereich des Flughafens fest: Asylwerber werden in einem "Transitraum" und im "Sondertransitbereich" untergebracht. Ein paar Baucontainer in einem stacheldrahtumzäunten Hof, grindiges Plastikfurnier an den Wänden und dicht gedrängte Stockbetten.

  Eine Gruppe von Architekturstudenten der TU-Wien will nun im Rahmen eines Projektes am Institut für Wohnbau das triste Areal am Flughafengelände ein wenig aufmöbeln. "Das Wichtigste war uns, die Wartezeit der Asylwerber etwas angenehmer zu gestalten", meint Peter Fattinger, Initiator des Projekts. Die Aufenthaltsdauer im Sondertransitbereich ist rechtlich nicht begrenzt.


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