VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 51/01 vom 19.12.2001

... kündigte B. Hermann von der Gesellschaft für demokratische Psychiatrie eine Diskussionsrunde zum Entwurf eines Bundesgesetzes zur Betreuung psychisch Kranker an.

Seitdem die psychiatrische Versorgung und vor allem die zwangsweise Unterbringung (Parere) in geschlossenen Anstalten unter Beschuss gekommen ist und die bestehenden Zustände auch vom Standpunkt der "Herrschenden" nicht mehr rechtfertigbar sind, gibt es auch Bestrebungen, ein "fortschrittlicheres" Gesetz zu schaffen. Seit über einem Jahr folgt Entwurf auf Entwurf. Da mit diesem neuen Gesetz die Weichen für die nächsten Jahrzehnte gestellt werden, erscheint uns eine breite öffentliche Diskussion besonders wichtig. Unser klares Ziel muss sein: So wie der Entwurf jetzt ausschaut, darf er nicht beschlossen werden.

  Der neue Entwurf beschränkt in keiner Weise den Spielraum der psychiatrischen Selbstherrlichkeit. Der Psychiater kann nach wie vor relativ unkontrolliert jemanden für geisteskrank, selbst- oder gemeingefährlich


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