Österreichische Farcen


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 51/01 vom 19.12.2001

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Zum Beispiel: öffentlich-rechtliches Fernsehen und die Sonderrechte des Citizen Haider. 

Kürzlich hatte ich die Ehre, mit Helmut Thoma zu diskutieren. Der gute Mann, Ex-Chef des Privatsenders RTL und selbst jenseits der sechzig, hat bei solchen Gelegenheiten nichts Besseres zu tun, als Witze darüber zu machen, wie alt das Publikum von öffentlich-rechtlichen Anstalten und wie vergreist deren Personal doch seien. Thoma verdankt seine Reputation der genialen Idee, Möpse in Serie blank zu legen ("Tutti Frutti" hieß die Sendung) und damit Quote zu machen, was er in dem Satz zusammenfasste: "Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Fischer."

  Seitdem gilt Thoma als erfolgreicher Medienmann. Das zum Wurm erklärte Publikum nahms ihm nicht krumm, eine österreichische Bundesregierung ernannte ihn zum Medienberater. Mittlerweile heißt der Medienberater der Regierung Gerd Bacher. In diesen Tagen sieht der sein weises Reformwerk erfüllt: Die Politik nimmt nun

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