Nahost-Ungewissheiten

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 51/01 vom 19.12.2001

AUSLAND. Checkpoint Bethlehem: Die Zukunft des israelisch-palästinensischen Konflikts scheint ungewisser denn je. 

Hochbetrieb am israelischen Checkpoint zwischen Bethlehem und Jerusalem. Es ist der letzte Tag des Fastenmonats Ramadan und Tausende gläubige Palästinenser wollen zum Beten in die Al-Aksa-Moschee. Den jungen Soldaten, die untereinander öfters Russisch als Hebräisch sprechen, ist die Nervosität ins Gesicht geschrieben. Erst vergangene Nacht hatte es bei einem Vorstoß der israelischen Streitkräfte tief ins Palästinensergebiet fünf Tote gegeben. Das Land gedenkt der zehn Toten, die ein Angriff auf einen Siedlerbus bei Emmanuel im Norden der Westbank gekostet hatte.

  "Hier werden die Selbstmordattentäter von morgen produziert", sagt eine junge israelische Frau, die das hektische Geschehen mit Block und Bleistift observiert. Sie gehört zu "Machsom"-Watch, einer Bürgerrechtsorganisation, die im Schichtbetrieb die Zustände an den wichtigsten Checkpoints überprüft.


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