Letzte Chance: Buch

Politik | NINA HORACZEK und EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 51/01 vom 19.12.2001

WEIHNACHTEN. Der "Falter" hat Buchhändler gefragt, welches politische Buch sie unter den Christbaum legen werden. 

Aromunen trifft man selten. Sorben auch nicht oft. Karl-Markus Gauß hat sich auf die Suche nach ihnen und anderen vergessenen Europäern gemacht. Seine Reise beginnt bei den Sepharden in Sarajevo und endet bei den Aromunen in Mazedonien. War Sarajevo früher einmal "Klein Jerusalem", so geht die fünfhundertjährige Geschichte der sephardischen Juden langsam zu Ende. Den anderen Volksgruppen, die Gauß auf seiner Reise durch Europa getroffen hat, geht es kaum besser. Die Aromunen etwa, eines der ältesten Völker Europas, das ähnlich wie die Kurden auf vier Staaten verteilt wurde und zu denen - behaupten zumindest die Aromuren - auch Alexander der Große zählte. Oder die Sorben in Deutschland, die unter den Nazis zwischen Assimilation, Umsiedlung oder Vernichtung wählen sollten und nun nur mehr an die sechzigtausend Mitglieder zählen.

  In fünf leicht zu lesenden,


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