Kein Sport für Heiden

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 51/01 vom 19.12.2001

DISKRIMINIERUNG. Ein junger Afghane darf in der Sportunion Favoriten nicht trainieren. Die Vereinsstatuten verbieten die Aufnahme von Nichtchristen. 

Asif N. möchte sich gerne sportlich betätigen. Der 19-Jährige sitzt von Montag bis Freitag im Computerkurs. Als Ausgleich beschloss er, sich im Fitnesscenter der Sportunion Favoriten zum Krafttraining anzumelden. "Als ich eine Frage im Anmeldeformular nicht verstand und um eine Erklärung bat, wurde mir plötzlich gesagt, dass ich nicht Mitglied werden kann", erzählt der 19-Jährige. Die Sekretärin der Sportunion Favoriten hatte auf dem Anmeldeformular gelesen, dass Asif N. aus Afghanistan stammt.

  Rechtlich gesehen ist ein solches Vorgehen durchaus korrekt. Denn in den Statuten der Sportunion steht, dass jeder Mitglied werden kann, der sich "zum christlichen Glauben bekennt und das österreichische Volks- und Brauchtum pflegt".

  Für Asif N. bedeutet es, dass er sich nun einen anderen Sportverein suchen muss. Der 19-Jährige lebt


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