Box versus Speicher

Kultur | ARMIN THURNHER | aus FALTER 51/01 vom 19.12.2001

LYRIK. Ein Germanist und ein Dichter beim Sammeln von Gedichten: Entstanden sind zwei Anthologien deutschsprachiger Lyrik, die unterschiedlicher nicht sein könnten. 

Lyrik hat Konjunktur, darüber gibt es keinen Zweifel. Verschämt breiten sich in den Buchhandlungen die Lyrik-Ecken wieder aus, neue Spezialverlage tauchen auf, die Zahl lyrischer Publikationen wächst ebenso wie die Menge poetologischer Erläuterungen. Nicht zuletzt ist das Erscheinen von Lyriksammlungen ein Zeichen dieser unvermuteten Hausse.

  Die beiden hier besprochenen Sammlungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Im Grunde verbindet sie nichts außer dem Zeitpunkt ihres Erscheinens. Die eine, "Deutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart", wurde in den späten Siebzigerjahren vom Germanisten Walter Killy herausgegeben und erscheint jetzt mit einem Ergänzungsband, der die fehlenden vier Jahrzehnte seit den Sechzigern nachträgt. Die einzelnen Bände, unter Killys Oberaufsicht von Spezialisten herausgegeben,


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