Farbenfroher Agitprop

MATTHIAS DUSINI | Kultur | aus FALTER 51/01 vom 19.12.2001

KUNST. Die Bawag-Foundation zeigt Werke eines der interessantesten Künstler der Sechzigerjahre, des Schweden Öyvind Fahlström. 

Es war etwas Makabres an diesem Mann", erinnert sich der in Wien lebende Schweizer Künstler Alfons Schilling. In den Sechzigerjahren weilte Schilling in New York und war der "Handyman" arrivierter Künstler wie Robert Rauschenberg oder eben Öyvind Fahlström, der 1961 von Schweden nach New York gezogen war. Er erinnert sich an eine Aktion, bei der er eine Kamera vom Dach eines Hauses nach unten warf, um die Wahrnehmung eines Selbstmörders zu simulieren. "Die war in zwei Sekunden unten, und wir mussten den Film zusammen mit der Kamera wegschmeißen. Es wäre besser gewesen, wir hätten einen Fallschirm verwendet."

  Schilling selbst filmte 1964 die Aktion "Mao-Hope-March", bei der sechs Personen Porträttafeln des Komödianten Bob Hope über die 5th Avenue trugen; dazwischen ein Porträt des freundlich lächelnden Kommunistenführers Mao Tse Tung. Fahlström

  546 Wörter       3 Minuten
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