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Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 51/01 vom 19.12.2001

KUNST. Die Kunsthalle widmet dem 65-jährigen Medienkunstpionier Robert Adrian X eine Retrospektive, in der auch die "traditionellen" Arbeiten des aus Kanada stammenden Wahlwieners zu sehen sind. 

Als der kanadische Künstler Robert Adrian X 1972 nach Wien zog, hatte er seinen Familiennamen Smith schon geändert: Er wollte der Gefahr einer Verwechslung vorbeugen, denn schon Vater, Mutter, Geschwister und Onkel gingen dem Künstlerberuf nach. Eine Schau in der Galerie nächst St. Stephan hatte unangenehme Folgen, zog sie doch eine Klage durch den Künstler Marc Adrian nach sich. "Der glaubte doch tatsächlich, ich hätte die Ausstellung nur aufgrund einer Verwechslung mit ihm bekommen", erinnert sich Adrian X. "Das Handelsgericht, wo er Klage wegen ,Geschäftsstörung' einbrachte, verlangte nach zwei Jahren eine Einigung von uns. Ich bot an, ein X an meinen Namen zu hängen, obwohl mich das enorm ärgerte. Zumindest in Österreich bin ich bis heute verpflichtet, dieses X zu tragen."

  Kein


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