On the Waterfront

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 51/01 vom 19.12.2001

FILM. Am Strand, am Flussufer, in den Fluten eines Werbespots: Drei völlig verschiedene Filme, die am und im Wasser spielen, kommen noch dieses Jahr ins Kino. 

Marie ist eine Wasserratte, ihr Mann Jean ein Landtier. Die zwei Elemente charakterisieren im jüngsten Film von François Ozon die langjährige Beziehung zweier Unterschiedlicher: Die schlanke, agile Frau (Charlotte Rampling) und der massige, ruhige Mann (Bruno Cremer) bewegen sich von Anfang an auf verschiedenen Bahnen: Sie kocht Wasser, er streift durch den Wald, berührt Bäume, klaubt Borken auf. Der Wechsel ins Territorium des anderen beschwört schon nach kurzer Zeit Unheil herauf: Am Strand, dem Niemandsland zwischen Land und Wasser, wird Jean verschwinden.

  Anders als in Nanni Morettis "La stanza del figlio" (einem anderen aktuellen Film über Tod und Trauerarbeit) gibt es keine Gewissheit, ob der geliebte Mensch tatsächlich ertrunken ist, keinen Sarg, der verschlossen werden kann. Ein Helikopter gleitet über das Wasser,


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