Stadtrand: Spaß beim Rechnen!

Stadtleben | aus FALTER 51/01 vom 19.12.2001

Jetzt also gibt es ihn dann wirklich: den Euro. Und das geht auch ganz okay so. Mit dem Umrechnen wirds wohl zu Beginn noch das eine oder andere Problemchen geben, aber egal. Problemchen? Egal? Schön wärs! Als jemand, der in Deutschland aufgewachsen ist, mit der D-Mark sozialisiert wurde und der seit über zehn Jahren mit dem Schilling leben muss, darf ich versichern: Man gewöhnt sich nie an eine neue Währung. Jedenfalls nie ganz. Immer bleibt da eine kleine Unsicherheit, ein rasches Zurückrechnen und unbewusstes Überschlagen. Das ist zwar nicht ganz so wie im Urlaub, aber sobald eine Anschaffung über ein Packerl Milch hinausgeht, wird automatisch durch sieben geteilt. Man kann sagen: Ich habe gelernt zu teilen. Durch sieben. (Früher habe ich sogar Autobahnkilometer durch sieben dividiert und war froh, dass es beispielsweise von St. Pölten nach Wien nur noch zehn Kilometer sind.) So gesehen, freue ich mich sogar richtig auf den Euro - die Rückrechnung in D-Mark ist nämlich leichter als beim Schilling (hurra: einfach mal zwei!). Meine Prognose für Schilling-Sozialisierte: Sie werden sich nie an den Euro gewöhnen. Leider. Aber Sie werden immer besser werden im Multiplizieren. Mit 13,76. Viel Spaß auch beim Rechnen! C. W.


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