VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 02/02 vom 09.01.2002

... bekannte sich "Prelli" zum "gemäßigten Graufahren".

Seit der "Aktion scharf" bei den Wiener Verkehrsbetrieben - mit Kopfprämie pro "erwischtem, zur Strecke gebrachtem Schwarzfahrer" - trage ich Vorverkaufsfahrscheine und ein blaues Not-Kuvert (mit abgezählten öS 162,- für den "Fall des Falles" ... = billigere, anonyme Barzahl-Variante) bei mir. Ich gestehe, dass ich von den Fahrscheinen gelegentlich Gebrauch mache, wenn ich a) müde, abgespannt und nervös bin, und/oder

b) auf einer längeren Strecke etwa lesen will, und/oder

c) in Gesellschaft strenger und gestörter Persönlichkeiten bin, und/oder d) mehrmals umsteigen muss und das Fahrgast-Publikum sehr unübersichtlich ist (viele Personen männlichen Geschlechts, nicht im Knaben- und nicht im Greisenalter, ohne oder mit leichtestem Gepäck), oder

e) es eilig habe und mit mir (Zivil-)Kontrollore auf die gleiche Straßen- bzw. U-Bahn warten.

  Ich bekenne, "Schwarzfahren" hat für mich etwas Prickelndes, Sportliches an sich; etwa


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