Euro und Rezession

Vorwort | STEPHAN SCHULMEISTER | aus FALTER 02/02 vom 09.01.2002

EURO. Das gemeinsame Währungsprojekt der Europäischen Union ist durch einige Widersprüche geprägt.  

Einerseits bringt eine einheitliche Währung große Vorteile, andererseits beeinträchtigen die Bedingungen ihrer Einführung und die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) eben diese Vorteile. Zu den Vorteilen des Euro: Erstens wird die Instabilität der Wechselkurse innerhalb der Währungsunion endgültig überwunden, zweitens ermöglicht die Einheitswährung eine viel höhere Preistransparenz in den zwölf Teilnehmerländern, und drittens ersparen sich Unternehmer und Konsumenten durch den Euro Transaktions(Umtausch-)kosten.

  Zwar können die Teilnehmer einer Währungsunion keine autonome Geldpolitik mehr betreiben, doch fiele dies dann nicht ins Gewicht, wenn sich die Geldpolitik der EZB und die Fiskalpolitik der einzelnen Länder an Preisstabilität und Wirtschaftswachstum orientieren. Dies wird just durch jene beiden Bedingungen ausgeschlossen, unter denen das Euro-Projekt


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