Busch oder Straße

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 02/02 vom 09.01.2002

OBDACHLOSE JUGENDLICHE. Auch wenn sie in keiner Statistik aufscheinen: Sogar in Wien gibt es Jugendliche, die auf der Straße stehen. 

Die Jugendlichen haben uns die Türen eingerannt", erzählt Evelyne Eichmann vom Wiener Jugendamt. 16 Plätze für Minderjährige in akuten Krisen und acht weitere für Aufenthalte bis zu sechs Monate bietet das Jugendamt (MA 11) allen unter 18-Jährigen. Alleine im Krisenzentrum Nussdorf wurden im vergangenen Jahr insgesamt 239 Mädchen aufgenommen. Denn seit der Schließung der "Notschlafstelle für Jugendliche" vor circa einem Jahr gibt es in Wien keinen Verein mehr, der akut obdachlosen Jugendlichen ein Dach über dem Kopf und eine warme Mahlzeit und - wenn die Jugendlichen es wollen - auch Betreuung anbietet. Nur die Krisenzentren des Jugendamts sind für Jugendliche ohne Wohnmöglichkeit zuständig.

  Offiziell gibt es sie gar nicht. Nicht einmal in der Polizeistatistik scheinen obdachlose Jugendliche auf. Trotzdem bemerken die Mitarbeiter der Obdachlosenzeitschrift


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