WIENZEUG

Politik | aus FALTER 02/02 vom 09.01.2002

Kabas in Frühpension. Eigentlich ist er ja nie gewählt worden. Wiens FPÖ-Chef Hilmar Kabas, der im letzten Wahlkampf von Helene Partik-Pablé gedoubelt wurde, will trotzdem "nicht mehr antreten". Der sechzigjährige Jurist will sich in Bälde zurückziehen und einem Nachfolger Platz machen. Kabas begann in der FPÖ als liberaler Geist. Unter dem FPÖ-Obmann Norbert Steger saß er als Justizexperte im Parlament und arbeitete an der Gestaltung des liberalen Suchtgiftgesetzes mit. 1986, als Steger gestürzt wurde, brach für Kabas eine Welt zusammen. Ein Wegbegleiter erinnert sich noch heute an die Tränen, die Kabas vergoss. Der Politfunktionär arrangierte sich mit Haider, wurde zu dessen treuem Diener und zum erfolgreichsten Dolm der Woche. Sein neues Programm: die Verösterreicherung Wiens. Kabas schaltete Inserate, in denen er sich "machtlos gegen 1000 Nigerianer" fühlte. Er warnte auf gelben Plakaten vor Überfremdung. Das Ende seiner Karriere markierten die Spitzelaffäre und die


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