PRESSESCHAU

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 02/02 vom 09.01.2002

Alle haben sie, keiner hält sich daran: gute Vorsätze fürs neue Jahr. Interessanterweise haben alle die gleichen persönlichen Vorsätze. "Mehr Sport betreiben und das eine oder andere Kilo abbauen", will Wiens SP-Vizebürgermeisterin Grete Laska laut U-Bahn-Express-Umfrage. Ihr Chef, Bürgermeister Michael Häupl, möchte mehr auf seine Fitness achten, "damit ich nicht gleich zusammenbreche, wenn ich einmal zum Fußballspielen komme". Und Grünen-Chef Christoph Chorherr will 2002 "öfters mit meinem Gleitschirm fliegen." Nur einer der Lokalpolitiker - oder "Rathausgewaltigen", wie sie der U-Bahn-Express nennt - widersetzt sich dem Schmäh mit den billigen guten Vorsätzen: "Privat hoffe ich auf den totalen Ausstieg aus der Atomkraft", meint Noch-FP-Chef Hilmar Kabas treuherzig - was auch irgendwie mit dem FPÖ-Volksbegehren gegen Temelín zu tun hat. Zumindest Pensionisten-Liebling Peter Alexander hat er auf seiner Seite. "Ich war schon immer ein Todfeind der Atomenergie", bekennt der via zwanzig Jahre altem Foto am Krone-Cover. "Ich unterschreibe gegen Temelín!" Da bleibt nur ein wirklich guter Vorsatz: dieses Volksbegehren nicht zu unterschreiben.


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