Kommentar: Ist das Österreichische Theater am Ende?

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 02/02 vom 09.01.2002

Kurz vor Weihnachten überraschte der Wiener Theatermacher Robert Quitta mit einer lapidaren Presseaussendung, in der er nicht die Premiere einer neuen Inszenierung, sondern das Ende seiner Arbeit ankündigte. Weil "mit den bisherigen Mitteln ein professionelles zeitgemäßes Qualitätstheater auf die Dauer nicht geleistet" werden könne, werde das Österreichische Theater (so der hochtrabende Name von Quittas freier Gruppe) mit Jahreswechsel seine Tätigkeit beenden müssen.

Auf einer schütter besuchten "Abschlusspressekonferenz" (Anzahl der anwesenden Journalisten: zwei) erläuterte Quitta seinen Schritt. Seit Monaten sei er mit dem Kulturamt der Stadt Wien wegen einer Subventionserhöhung im Gespräch. Er ist nicht mehr gewillt, sich mit den bisher bewilligten zwei Millionen Schilling im Jahr zu begnügen und will den neuen Drei-Jahres-Vertrag, der ihm angeboten wurde, deshalb auch nicht unterschreiben. Alles oder nichts: Quitta scheint hoch zu pokern. Muss die treue Fangemeinde in Zukunft


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