KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 02/02 vom 09.01.2002

Für seinen einjährigen Aufenthalt in Deutsch-Guinea 1913/14 stürzte sich der deutsche Expressionist Emil Nolde nicht nur in Schulden, sondern lernte in der Vorbereitung auch noch reiten und mit Waffen umzugehen. Die medizinisch-demographische Expedition, der sich das Ehepaar Nolde anschloss, sollte den Bevölkerungsrückgang in Neu-Mecklenburg erforschen; der Maler nahm sich sozusagen der bildlichen Dokumentation der Einheimischen an. Schon 1905 hatte eine Ausstellung von Gauguins farbintensiven Tahiti-Gemälden Nolde tief beeindruckt. Jahre darauf fertigte er selbst im Berliner Völkerkundemuseum Studienzeichnungen nach Objekten an. Unter anderem diese Skizzen präsentiert das Kunstforum Bank Austria in der Ausstellung "Nolde und die Südsee" (bis 3.3.). Die meisten seiner Südseebilder malte Nolde erst nach der Reise: Den Mittelpunkt der Schau stellen folglich elf der direkt vor Ort entstandenen Ölgemälde dar. Unter der Fülle von Aquarellen sticht vor allem eine schöne Reihe von


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