STARBUCKS: Caffè Chaoschino

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 02/02 vom 09.01.2002

Es mag eine typische Eigenschaft der Bewohner dieser Stadt sein, dass sie alles super und großartig finden, solange es möglichst weit weg von Wien ist. Und ich bin nun mal Wiener, und mir ging es mit Starbucks genau so: Cool in San Francisco, Labung abseits grauslichen Schnellfutters in den endlosen Gängen des Flughafens von Atlanta. Aber hier? In einem Land, in dem hervorragender Kaffee nicht gänzlich unbekannt ist? Schließlich ist man ja von hier aus in wenigen Stunden in Italien ...

  Jedes Monat soll in Wien nun jedenfalls so eine Starbucks-Filiale eröffnen, und dass das Wiener Kaffeehaus jetzt darunter sicher nicht leiden werde, wie bei der Eröffnung der ersten Filiale vor ein paar Wochen treuherzig verlautbart, oder halt doch, geht den CEOs in Seattle sicher einigermaßen hinten vorbei.

  Ein Starbucks-Besuch in der Wiener Kärntner Straße lässt sich in drei Sequenzen gliedern. Erstens: die Bestellung. Eine der momentan haarigsten Situationen, da weder das Publikum noch


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