Vier Krapfen, achtzig Cent

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 02/02 vom 09.01.2002

EUROUMSTELLUNG. Die erste Woche mit dem Euro-Bargeld ist vorüber. Überraschenderweise funktioniert die Umstellung auf die neue Währung fast reibungslos.  

Das wird schon noch", wird der verzweifelt schauende Kellner im Palmenhaus von einem Gast getröstet. Nur die Gesamtsumme auf der Rechnung wird nämlich noch in Schilling angezeigt, der Rest in Euro. Und wenn jetzt an einem Tisch ein Teil der Gäste bereits mit der neuen Währung bezahlt, ein paar aber noch das "alte Geld" loswerden möchten, ist die Verwirrung groß: Schillingpreise müssen einzeln in der Karte nachgeschlagen werden, Kopf- und Blockrechnen, und überhaupt ist es "viel zu dunkel, um die neuen Münzen erkennen zu können". Die Gäste bleiben gelassen, auch wenn der Zahlvorgang einige Minuten dauert.

  Überfordertes Personal, lange Schlangen an den Bankschaltern, ausgefallene Bankomaten und Quick-Kassen, die stundenlang offline waren: Genauso hatte man sich die Euroumstellung ab 2. Jänner 2002 vorgestellt. Und dafür


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