Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 03/02 vom 16.01.2002

Es gab Zeiten, da stand der Falter im Ruf, zur Verbreitung von Lebensfreude nicht allzu viel beizutragen - eher im Gegenteil. Ferne, finstere Zeiten, zum Mythos verblasst. Niemand der heutigen Redaktion entsinnt sich ihrer noch, keine und keiner hat sie erlebt - sieht man von Armin Thurnher ab, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit den legendären Slogan zweier Falter-Handverkäufer aus dem vorigen Jahrhundert zitiert: "Handverkauf ist die einzige Möglichkeit, unsere Verachtung gegenüber dem Leben zu zeigen." Gedacht ist es als abschreckendes Beispiel, aber selbstverständlich rennt Thurnher damit nur offene Türen ein. Deswegen ist das Cover dieser Ausgabe auch als programmatische Erklärung der Redaktion zu verstehen: Auch wir sagen Ja zum Leben und Nein zum Tod. Sowie: für das Gute und gegen das Schlechte!

Ansonsten setzen wir die in der letzten Ausgabe begonnene Auseinandersetzung mit der Zukunft des Rechtsstaates fort. Zwar hatte der Präsident des Verfassungsgerichtshofes, Ludwig


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