Kommentar - Mumok: Direktor Köb als Architekt


MATTHIAS DUSINI

Kultur | aus FALTER 03/02 vom 16.01.2002

Der neue Direktor des Museums Moderner Kunst Edelbert Köb beginnt seine vorerst auf fünf Jahre anberaumte Arbeitszeit mit viel Vorschusslorbeeren. Adolf Krischanitz, gerade mit der Fertigstellung der kleinen Kunsthalle am Karlsplatz beschäftigt, attestiert ihm hervorragende Qualitäten als Bauherr. ,,Er ist nicht mit allem einverstanden, und das ist heute, da die Bauherren oft keine eigene Position haben, sehr wichtig", urteilt Krischanitz (siehe das Köb-Porträt auf Seite 20).

Bauherrenqualitäten? Architekturkompetenz? Ist das neue Museum nicht längst fertiggestellt? Kann sich der "Schreibtischhocker" Köb nicht endlich, wie viele seiner Kollegen, auf Reisen begeben, in Kunstmessenkojen hineinschnuppern, mit Künstlern speisen und die eine oder andere Trophäe mit nach Hause bringen?

Kann er nicht. Und die Tatsache, dass das Museum nach seiner Fertigstellung noch lange nicht fertig ist, hat nicht nur mit eklatanten Bausünden zu tun, sondern gerade auch mit der von Krischanitz angesprochenen

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