WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 03/02 vom 16.01.2002

Verwegener Kurvenreichtum

Doch die Geschichte ist auch voll von geglückten Mesalliancen: Story wirr, Magie perfekt. Heraus kommt, wenn's gut geht, pure Faszination. So ähnlich ist der Mulholland Drive, der sich über die Hollywood Hills zieht. Seine Crux ist der verwegene Kurvenreichtum.

Wolfram Knorr beschreibt in profil die Magie einer Straße: Scheiße zu fahren, aber pure Faszination.

Irre Perspektiven

Alles spielt am Mulholland Drive, wo sich die Stars zwischen Illusion und Wirklichkeit hinter exklusiven Fassaden verbergen. Wer hinter die Mauern dringt, der verirrt sich in einem Labyrinth, den Konstruktionen des "Traumarchitekten" Giovanni Battista Piranesi nicht unähnlich: Die Perspektiven werden irr, die Konstruktionen exzentrisch. Aus solchen magischen Windungen besteht Lynchs Film.

Noch einmal Wolfram Knorr: Wirres über einen verwirrenden Film.

Willkommen in Tours (Teil 6)

Dem Bahnhof und seinem mit Fliedern von Indien gepflanzten Platz gegenüber öffnet Ihnen der sehr zeitgenössische Tagungszentrum und der Verkehrsbüro die Bernard Palissy Straße, die zu dem Platz Francois Sicard führt, für einen Besuch des Museums der schönen Künste. Alter Palast der Erzbischöfe ist dieser Museum von einem prächtigen Garten umrahmt, wo die Liebhaber, von was seltsam ist, eine zweimal hundertjährige Zeder aus dem Libanon und Fritz, den ausgestopften Elefanten entdecken können werden.

Aus dem beliebten Tours-Prospekt.

Gepackte Ganglien

Am perfidesten ist das Grauen, wenn es dich in Gestalt einer schönen Frau packt. An jener Stelle packt, an der du am empfindlichsten bist: genau an der Ganglienwindung, wo dein Kindchenschema gespeichert ist.

Wo auch immer diese Windung bei Rudolf John liegt, Nicole Kidman (in: "The Others") hat ihn gepackt.


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