Der Kunstwachtmeister

MATTHIAS DUSINI | Kultur | aus FALTER 03/02 vom 16.01.2002

KUNST. Edelbert Köb übernimmt das marode Museum moderner Kunst. Das Porträt eines mittelmäßigen Künstlers, der beinahe Offizier geworden wäre und nun vor der größten Aufgabe seiner steilen Laufbahn steht. 

Wenn wir Besuch bekommen, stehen die Gäste als Erstes vor der Toilettentür", seufzt der neue Direktor des Museums moderner Kunst/Stiftung Ludwig Wien (mumok slw), im Gang des Bürotrakts stehend. "Es war ein großer leerer Reitstall, und man hat ihn verbaut wie eine Kaserne."

  Tatsächlich erinnert der Bürotrakt, der nach den Plänen des Architekten Manfred Wehdorn neben dem grauen Basaltblock von Ortner&Ortner errichtet wurde, an eine triste Anstalt. Für Köb ist das Aussehen der Schreibstuben nicht nur eine Geschmacksfrage; Details sind für ihn ausschlaggebend für den Erfolg eines Gesamtkonzepts.

  "Er hat eine hohe Kompetenz in gestalterischen Dingen", bestätigt Rudolf Sagmeister, der als Kurator am Kunsthaus Bregenz tätig war, als dieses - Ende der Neunzigerjahre

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