Die schöne Böse

Kultur | PETRA RATHMANNER | aus FALTER 03/02 vom 16.01.2002

THEATER. Sibylle Berg schreibt über zerstörte Seelen, zerquetschte Körper und zermalmte Träume. Zur Premiere ihres Stücks "Hund Frau Mann" war die deutsche Autorin, Dramatikerin und Journalistin in Wien.  

Sibylle Berg ist Dynamit. Unter einem Feuerwerk an rotblonden Haaren, das an ihrem Rücken in dicken Locken explodiert, steckt ein kantiges schmales Gesicht. Daraus stechen blutrot geschminkte Lippen hervor und katzenhafte Augen, umrandet mit "dem gewalttätigsten Lidstrich". Ihr spindeldürrer Körper steckt in einem gefährlich knappen schwarzen Kostüm, spitze Stöckelschuhe trägt sie sowieso. So steht sie vor der Premiere ihres Stückes "Hund Frau Mann" im Foyer des Kasinos, der Burg-Spielstätte am Schwarzenbergplatz. Zum ersten Mal wird ein Stück von ihr in Wien gespielt. Ob der Stoff zündet?

  Geht es um Sibylle Berg, drängen sich Begriffe wie "Dynamit" oder "Explosion" auf. Die Geschichten, die sie in ihren bislang drei Romanen, vier Stücken und einem Erzählband aufgeschrieben


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