Schlaflos in Budapest

SEBASTIAN FASTHUBER | Kultur | aus FALTER 03/02 vom 16.01.2002

MUSIK. Der charmante ungarische Pop/Electronica-Act Tigrics eröffnet die Osteuropa-Reihe "line-in@rhiz". 

Schwerpunkte und Reihen mit Künstlern aus dem früher so genannten "Osten" sind eine wunderbare Sache, stellen aber auch vor zumindest zwei Schwierigkeiten: Erstens beschränkt sich die Rezeption gerne auf die schwierigen Arbeitsbedingungen der Musiker, und zweitens sollen Veranstaltungen dieser Art unausgesprochen den Beweis dafür liefern, dass die Produktionen der präsentierten Künstler den Standards der bekannten Äquivalente aus dem Westen entsprechen. Zweifel daran, dass dem tatsächlich so ist, werden sofort weggeblasen, kaum erreicht einen die selbst gebrannte CD mit Kinderzimmer-Elektronik des ungarischen Produzenten Robert Bereznyei alias Tigrics.

  Der Ungar ist Eröffnungsact der von Susanna Niedermayr kuratierten Reihe, die bis zum Sommer jeden Monat Musiker aus dem europäischen Osten im Gürtellokal rhiz präsentieren wird. Tigrics spielt in der Grauzone zwischen

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