OHREN AUF! Techno-Pop 2002


GERHARD STÖGER

Kultur | aus FALTER 03/02 vom 16.01.2002

Die Annäherung von "abstrakter" Elektronik und konventionellem Songwriting zählt zu den interessantesten Trends der gegenwärtigen Popkultur. Wirklich überraschend kommt diese Entwicklung nicht, erfüllt sich darin doch die alte Gesetzmäßigkeit von These, Antithese und Synthese. Die These wäre der klassische, durch Melodie und Text charakterisierte Song; als Antithese dazu fungiert die repetitive Techno-Kultur mit ihren ursprünglich anonymen Protagonisten.

Gerade im Bereich der für den Hausgebrauch konzipierten Techno-Spielarten drohte ein allzu konsequentes Festhalten an diesen neuen ästhetischen Parametern in den letzten Jahren jedoch in die Sackgasse zu führen. Das hat produktionstechnische Gründe: Die allgemeine Verfügbarkeit der entsprechenden Software hatte nämlich nicht nur die viel beschworene Demokratisierung des Musikschaffens zur Folge, sondern auch eine gewisse Ähnlichkeit und Vorhersehbarkeit der Ergebnisse. Die Synthese in Form einer Neuentdeckung der jahrelang

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