AUFGEBLÄTTERT

Kultur | MARTIN DROSCHKE | aus FALTER 03/02 vom 16.01.2002

Hilflos treibt der kleine Mann durch die unendlichen Weiten der Geschichte, ausgeliefert dem Wellenspiel der Politik. Eine schöne Metapher, nicht wahr: kritisch und kitschig zugleich, barock und spartanisch in einem. Eine "Königin ohne Schmuck". Der italienische Schriftsteller Maurizio Maggiani hat aus ihr einen großen Roman gebaut und sein illustres Arbeiterpersonal von Genua aus auf eine 100 Jahre dauernde Reise um den Globus geschickt - auf der Suche nach proletarischem Selbstwertgefühl. Maggiani schreibt, als wäre er Umberto Ecos kleiner Bruder: Er hat nicht ganz so viel Fakten im Kopf, ist nicht so verdammt vernünftig; ist ein wenig missraten, ein wenig böse und grob, ein wenig lebendiger, wirrer, und doch entstammt er unverkennbar derselben Schreibfamilie: fabula rasa. Eco gibt Büchernarren Kraft für die nächste Bibliothek, Maggiani dem kleinen Mann das Gefühl, dass ein wenig Aufruhr gar nicht verkehrt ist.

  Wieso Eco? Wieso nicht Calvino? Wegen der Überleitung zu Lorenz


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