Sternwärter

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 03/02 vom 16.01.2002

ASTRONOMIE. An der Kuffner Sternwarte, Wiens höchstgelegenem Observatorium, haben Laien und Wissenschaftler die Möglichkeit, ein paar Blicke ins Universum jenseits des eigenen Tellerrandes zu werfen.  

Ächzend öffnet sich das schwere Kuppeldach einen Spalt breit. Eisige Winterluft strömt in den ohnehin recht frisch temperierten Raum. Für die Sternwärter hier oben in dem Turm des Observatoriums bedeutet das schönes Wetter: kalt, klar und genau richtig, um das Teleskop auszufahren und den aktuellen Sternenhimmel vor die Linse zu bekommen. Mit ein paar Handgriffen wird das riesige Fernrohr, ein so genannter Doppelrefraktor mit 3,5 Metern Brennweite, von seiner Staubabdeckung befreit und in Position gebracht. Wahrscheinlich gibt es bessere Orte auf der Welt, um den Abendhimmel zu beobachten. Einsame Wüsten, irgendwelche Inseln oder so. Aber am Himmel über Wien, erstaunlich angesichts einer Millionenstadt, ist sogar mit bloßem Auge einiges zu sehen. Mit schwerem optischem Gerät


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