TIER DER WOCHE: Wilde Sachen

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 03/02 vom 16.01.2002

Heutzutage kann man ja in den Medien schnell einmal lesen, an welchem Wochentag die Welt entstanden ist, welche Gene fürs Nasenbohren verantwortlich sind und was Ramses II. zum Frühstück zu essen pflegte. Aber die wirklichen Mysterien des Lebens bleiben ungelöst. Wie zum Beispiel die Frage, was eigentlich mit den vielen abgeworfenen Geweihen der Hirsche passiert. Im Biologieunterricht lernt man zwar, dass die männlichen Tiere im Frühjahr ihr Geweih verlieren und dieses dann jedes Jahr nicht nur neu, sondern auch größer nachwächst. Und da Hirsche und Rehe nicht selten sind, müsste man eigentlich beim Wandern schon einmal über ein solches gestolpert sein. Die Germanen benannten den Februar, jenen Zeitpunkt, in dem das Wild sein Geweih abwirft, nach diesem Ereignis: "Hornung". Bei uns findet man aber nur mehr ganz selten einen solchen Trophäenteil im Wald. Diese so genannten Abwurfstangen werden von Jägern und Förstern nämlich sofort aufgesammelt, um damit auf den Bezirksjägertagen


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