Nachhilfe für Grasser

Vorwort | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 04/02 vom 23.01.2002

ÖKONOMIE. Nobelpreisträger Stiglitz besucht Wien. Eine Chance für Wirtschaftspolitiker, sich weiterzubilden! 

Anlässlich der 75-Jahr-Feier des Wirtschaftsforschungsinstitutes (WIFO) befindet sich diese Woche Joseph Stiglitz in Wien. Die Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften an ihn ist ein Signal für einen Paradigmenwechsel vom alten, neoliberalen Modell zu einer neuen Sichtweise ökonomischer Zusammenhänge. Dabei spielt das in der Realität zu beobachtende Marktversagen und die daraus folgende genuine Verantwortung des öffentlichen Sektors für die Wohlfahrtssteigerung eine zentrale Rolle.

  Stiglitz hat den Nobelpreis für die Analyse von Märkten bei unvollkommener Information bekommen. Dabei wird gezeigt, dass unregulierte Märkte aufgrund einer Ungleichverteilung von Wissen zwischen den Marktteilnehmern ("asymmetrische Information") nicht funktionieren, sondern zu unbefriedigenden Ergebnissen führen können. Sollen Märkte effizient arbeiten, so braucht


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