DOLM DER WOCHE: Peter Ambrozy

Politik | aus FALTER 04/02 vom 23.01.2002

Vergangene Woche hatte Peter Ambrozy, der Chef der Kärntner SPÖ, eine brilliante Idee. Als hoher Funktionär der größten linken Oppositionspartei suchte er einen Kompromiss im Ortstafelstreit. Ambrozy ist bekanntlich "Kheantna". Und die, so attestierte schon Verfassungsgerichtshofspräsident Ludwig Adamovich im letzten Falter, "sind ein seltsames Völkchen". Suchen zum Beispiel Kompromisse, solange es gegen die Slowenen geht. Das geht so: Ambrozy ist mit dem Urteil des VfGH in der Ortstafel-Frage auch nicht ganz einverstanden. Seine rotbraunen Wähler will er nicht verschrecken. Also willigt er in Haiders genialen Plan ein: Lassen wir doch das Urteil des Verfassungsgerichts von "unabhängigen Juristen" auf seine "Nichtigkeit" prüfen. Rechtlich ist das nahe dem Putsch. Die Bundes-SPÖ in Wien schaut dem Kärntner Fasching dennoch zu. Vielleicht wird auch sie bald für nichtig erklärt. Vom Wähler.


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