Temelin-Volksbegehren: Jetzt kommt Benes!

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 04/02 vom 23.01.2002

Es sollte wohl so eine Art blaue Wahlparty werden. In einem schicken Lokal in der Wiener Innenstadt wurde am vergangenen Montagabend ein feierliches Buffet angerichtet. Kameraleute schubsten, die blauen Funktionäre hatten ihre gelben Anti-Atom-Buttons angesteckt, die Vizekanzlerin und ihre Parteifreunde ließen sich beim gemeinsamen "Zeit im Bild spezial"-Schauen abfilmen. Eigentlich sollten jetzt live ein paar Jubelbilder der FPÖ übertragen werden. Wie sie sich über den Ausgang des "parteiunabhängigen Volksbegehrens" freut.

  Doch richtiger Jubel kam nicht auf. 915.220 Stimmen, das sind 15,5 Prozent der Wahlberechtigten (und daran gemessen nur das sechst-erfolgreichste Volksbegehren). Zwei Drittel aller FPÖ-Wähler haben das Volksbegehren nicht unterschrieben. Die Millionengrenze wurde deutlich verfehlt. Für eine "Lügenkampagne" (Kurier), die von FPÖ und Krone unterstützt wurde, nicht wirklich viel. (Zum Vergleich: Die von Peter Westenthaler als "Demokratiekrise" bezeichnete


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