"FPÖ ist selbstzerstörerisch"

Politik | FLORIAN KLENK und ARMIN THURNHER | aus FALTER 04/02 vom 23.01.2002

GESPRÄCH. ÖVP-Innenminister Ernst Strasser über die Konsequenzen des Temelín-Volksbegehrens, die "Aggressivität" des Koalitionspartners und die Tendenzen der FPÖ, die Kärntner Bevölkerung "auseinander zu dividieren". 

Die FPÖ feiert das Volksbegehren als Sieg. Bedeutet es das Ende der Koalition? Fürs erste wohl kaum. "Die Koalition wird es nun schwer haben", versicherte Jörg Haider bereits am Montag. Innenminister Ernst Strasser jedoch besteht darauf: "Es wird zur Erweiterung der EU kommen." Der Konflikt ist damit vorprogrammiert: Die FPÖ wird weiter auf ihrem populistischen Anti-Europa-Kurs segeln. Nicht zuletzt, um die Kronen Zeitung zu befriedigen. Das Blatt hatte sich voll in den Dienst der Blauen gestellt. Doch die ÖVP will sich in Erweiterungsfragen "keinen Millimeter" bewegen. Wie lange kann das gut gehen? Wie aggressiv darf der koalitionäre Umgangston sein, damit eine politische Ehe nicht zerbricht? Und wer bei den Schwarzen schielt schon auf eine Koalition mit der


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