"Ich bin bescheiden"

Politik | NINA HORACZEK und EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 04/02 vom 23.01.2002

GRÜNE. Umweltsprecherin Eva Glawischnig über Neuverhandlungen mit Tschechien, Blut-und-Boden-Naturschützer und ihre Imageprobleme. 

Die Rückfahrt vom Parteitag in Innsbruck war beschwerlich. Die grünen Spitzenpolitiker mussten sich den Zug mit jubelnden Skifans teilen. Dafür war tagsüber alles genauso nach Plan gelaufen wie beim Hahnenkamm-Rennen: Der Favorit Alexander Van der Bellen wurde mit 90,5 Prozent erneut zum Bundessprecher gewählt, Eva Glawischnig wurde erstmals zum Vorstandsmitglied gekürt, und die Änderung der Parteistatuten, die die Grünen regierungsfit machen soll, ging ohne Probleme über die Bühne. Nur eines trübt die Stimmung: Mit dem Temelín-Volksbegehren macht sich die FPÖ in der grünen Domäne Umweltschutz breit.

Falter: Fast eine Million Menschen haben das Volksbegehren unterschrieben. Ist die FPÖ die bessere Umweltpartei?

Eva Glawischnig: Es gibt unterschiedliche Zugänge zur Umweltpolitik. Den der FPÖ: einen nationalistischen Blut-und-Boden-Zugang;


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